Ich bin Christian Angermeier — Softwareentwickler, Abteilungsleiter, KI-Stratege und gelegentlicher Schinkenmacher aus Landshut.


Ich habe nie Informatik studiert. Ich habe Maschinenbau gelernt.

1994 habe ich mich selbstständig gemacht — nicht mit großem Plan, sondern weil mich Computer fasziniert haben und ich verstehen wollte, wie sie funktionieren. Ich habe PCs gebaut, repariert und verkauft. Dann kam 1996 der Internet-Hype, und mit ihm die Netzwerktechnik.

Ich habe mich damals mit DSL-Technologien beschäftigt, die in Deutschland noch verboten waren. Nicht weil ich Regeln brechen wollte — sondern weil ich verstehen wollte, was technisch möglich ist, bevor der Markt es erlaubt.

Parallel dazu begann ich mit der Anwendungsentwicklung: erst Access und VBA, dann schnell weiter zu Visual Basic 6 und echten Client-Server-Architekturen. Kein Studium, keine Ausbildung — Learning by Doing, mit allem was dazugehört.


Seit 2004: Hochschulen, Systeme, Menschen

Seit 2004 arbeite ich für einen Verbund von Hochschulen. Was als Entwicklerrolle begann, ist heute die Leitung der Softwareentwicklungsabteilung mit einem kleinen, eingespielten Team von vier bis fünf Kolleginnen und Kollegen.

Wir entwickeln und betreuen hausinterne Software — Campus-Management-Systeme, ein University Information System, Moodle-Integrationen und vieles mehr. Software, die wirklich genutzt wird. Von echten Menschen, die echte Aufgaben damit erledigen.

Das prägt die Art wie ich denke: pragmatisch, nutzerzentriert, ohne unnötige Komplexität.


Die letzten drei Jahre: KI als Querschnittsthema

Seit etwa zwei Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Frage, wie KI sinnvoll und gewinnbringend in Prozesse integriert werden kann — nicht als Spielzeug, sondern als echtes Werkzeug.

Besonders stark natürlich im Bereich Softwareentwicklung. Dabei sind einige Dinge entstanden, die ich hier auf dem Blog beschreiben werde:

KIGIL — ein Framework das KI und Agile Thinking verbindet. Kein Buzzword, sondern eine gelebte Arbeitsweise: Menschen denken und definieren, KI strukturiert, formuliert und setzt um. Kontinuierlicher Fluss, keine Meetings, keine Medienbrüche.

IdeaGraph — eine Plattform die Ideen, Wissen, Aufgaben und Kommunikation semantisch verknüpft. Ein lernendes System, das den gesamten Software-Lifecycle begleitet. Gebaut auf Weaviate, ChromaDB, einem eigenen KI-Orchestrator namens KIGate und dem Prinzip, dass Projektwissen nicht in Silos verschwinden darf.

Agira — ein pragmatisches Projekt- und Change-Management-System, das sich dem Entwickler anpasst und nicht umgekehrt. Kein Jira-Klon, kein Methodenzwang. Ein Werkzeug das sichtbar macht was gemacht wurde, warum, wann und von wem.

Daneben gibt es Dinge, über die ich hier nicht schreiben kann — aus gutem Grund. Aber sie zeigen, dass KI in der Praxis weit mehr kann als Code vervollständigen.


Wie ich arbeite

Ich glaube nicht an fertige Lösungen von der Stange. Ich glaube an Systeme, die man versteht — und deshalb auch verantworten kann.

KI ist für mich kein Ersatz für menschliches Denken. Sie ist ein Verstärker davon. Die Entscheidung, was gebaut wird und warum, bleibt beim Menschen. Der Rest kann — und soll — automatisiert sein.

Dieser Blog ist ein Nebenprodukt dieser Arbeitsweise. Ein Ort wo ich aufschreibe, was ich lerne, was funktioniert und was nicht, und was mich gerade beschäftigt.


Abseits der Tastatur

Wenn ich nicht über Architekturen nachdenke, stehe ich wahrscheinlich in der Küche. Kochen ist für mich das gleiche wie gute Software: gute Zutaten, klare Prozesse, kein unnötiger Overhead.

Und manchmal hängt ein Schinken im Keller.


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